Ab 2016 am Penken
Mit Leidenschaft und Herzklopfen gestalten wir Christa's Skialm neu und eröffnen 2016 die Granatalm.
Christa Kröll-Brindlinger
Granatalm.at GmbH
Penken 422
6290 Schwendau/Mayrhofen
T +43 (0)5285.63033 E info@granatalm.at
Postadresse:
Mühlbachsiedlung 213/16
6280 Rohrberg

Das Interview: Mit Leidenschaft und Herzblut – die Granatalm

Christa's Skialm bzw. das Gebäude selbst existiert nun bereits seit vielen Jahren am Penken. Was sind die Gründe, ein solch traditionelles Haus von Grund auf zu erneuern?

Georg: Nach 40 Jahren des gastronomischen Nutzens ist jetzt das wirtschaftliche Ende der Hütte erreicht. Immerhin befinden wir uns auf 2100 m Seehöhe. Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h sind am Penkenjoch keine Seltenheit, das trägt natürlich zu einem schnelleren Verschleiß bei, und die Reparaturaufwendungen nehmen von Jahr zu Jahr zu. Wesentlich ist aber auch, dass sich das gesamte Schigebiet enorm entwickelt hat, speziell in den letzten 15 Jahren sind die Beförderungszahlen förmlich explodiert. Daher ist es an der Zeit, die Logistik und das Grundkonzept anzupassen, um dieser Entwicklung Rechnung tragen zu können.

Das bedeutet also, der Grund für den Umbau ist ausschließlich auf das marode, alte Gebäude zurückzuführen?

Christa: Nicht nur – auch behördliche Bewilligungen laufen nach mehrmaliger Verlängerung im April 2016 endgültig aus. Ein Neubau ist daher die logische Konsequenz.

Werden Sie beim Neubau der Alm auch auf die Entstehung des Kinderlandes der Finkenberger Almbahnen eingehen?

Georg: Natürlich haben wir dies bei der Neuplanung berücksichtigt. Für das neue Kinderland ist eine adäquate Verpflegungsmöglichkeit notwendig. Aus diesem Grund entsteht bei uns im zweiten Untergeschoss ein Kinderrestaurant, das vom Kinderland aus optimal erreichbar sein wird, um die ganze Familie entsprechend verpflegen zu können.

Das bedeutet also, dass sich die gesamte Struktur und der Aufbau des Gebäudes ändern und den neuen Anforderungen anpassen?

Christa: Mein Mann und ich bleiben dem Gast selbstverständlich erhalten. Wir werden auch am Servicekonzept und unserer Einstellung und Gastfreundschaft nichts ändern. Interne Betriebsabläufe werden optimiert, Lagerkapazitäten erhöht, im Bereich der beliebten Grillstation werden zusätzliche wetterfeste Sitzplätze mit Panoramablick geschaffen. Mit der Granatstube entsteht ein kleiner, feiner Bedienungsbereich.

Georg: Den Neubau nehmen wir zum Anlass, auch den Firmenauftritt neu zu gestalten. Wenngleich Christa's Skialm die Gastgeberin persönlich in den Vordergrund rückt, ist der Name doch sehr auf den Winter fixiert. Speziell im Sommer sehen wir noch erhebliches Entwicklungspotential. Aus diesem Grund erscheint uns die Namensänderung langfristig sinnvoll.

Wie lautet also der neue Name von Christa's Skialm und wie kam es zu dessen Entstehung?

Christa: Aus Christa's Skialm wird jetzt die Granatalm. Der Granat ist seit Urzeiten verbunden mit der Geschichte des Zillertales und der Familie Brindlinger. Vor mehr als 150 Jahren war mein Ururgroßvater einer der bedeutendsten Granatschürfer des Zillertales und hat den Halbedelstein nach ganz Europa und darüber hinaus exportiert. Mit dem Neubau im heurigen Sommer stellen wir diesen roten Funkelstein ins Zentrum unseres Marktauftrittes. Den Anfang bildete bereits die Granatkapelle, nun kommt mit der Granatalm ein weiterer Mosaikstein hinzu.

Georg: Die Themenwelt des Granates wird künftig einen großen Bereich des Penken-Plateaus einnehmen. Es sind noch weitere Projekte geplant, die unter dem Thema Granat stehen werden.

Haben Sie Bedenken, dass man die Alm und die allseits bekannte Gastfreundschaft bei Christa's nicht mehr wiedererkennen könnte?

Christa: Auch wenn sich das äußere Erscheinungsbild etwas verändert, die Gastgeber, die Gastfreundschaft und die Qualität unserer Produkte bleiben auf dem gewohnten Niveau. Wir werden künftig noch verstärkter auf Produkte der eigenen Landwirtschaft setzen. Mein Bruder Josef betreibt eine Landwirtschaft mit Mutterkuhhaltung. Seine Rinder fressen ausschließlich Heu und Kräuter aus eigener Produktion, sie haben praktisch neun Monate Freilauf. Dieses hochwertige Rindfleisch, wie auch Eier und Wildfleisch, verarbeiten wir zur Gänze in unserem Betrieb.

Wäre es wirtschaftlich gesehen nicht sinnvoller, die Alm einfach so zu lassen, wie sie seit Jahrzehnten besteht?

Georg: Im Grunde ja. Ein Neubau ist immer ein wirtschaftliches Wagnis. Nichts oder nur wenig investieren und den bestehenden Betrieb noch jahrelang auf diese Weise weiterzuführen, wäre auf jeden Fall die bequemere und ertragreichere Variante. Betriebe, die sich nicht weiterentwickeln, werden von der Dynamik des Marktes überrannt. Wir sind es daher unseren Gästen und unseren Mitarbeitern schuldig, das Bestehende zu erneuern und zu verbessern. Unter anderem schaffen wir zeitgemäße Mitarbeiterzimmer und das Energiekonzept wird an die aktuellen Anforderungen angepasst. Wir wollen ein rundum freundliches und gemütliches "Daheim auf Zeit" für unsere Gäste, unser Team und natürlich auch für uns selbst schaffen.

Mit Leidenschaft und Herzklopfen stellen wir uns dieser großen Herausforderung – stets getragen von unserem Grundgedanken "Herz am Berg".